Abhörgeräte aufspüren

Geräte die man vor 10 Jahren nur in Spionagefilmen sah, sind mittlerweile für wenig Geld für jeden zu kaufen. Drahtlose Mikrofone und Kameras, in Alltagsgegenständen versteckte Aufnahmegeräte und GPS Sender sind oft schon weit unter 100 Euro online erhältlich.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, was so alles zu bekommen ist und noch viel wichtiger, wie du die Dinger aufspüren kannst!

Wichtig: Für den Einsatz von Überwachungsgeräten gibt es klare Vorschriften!
Da wir selbst Opfer einer illegalen Abhöraktion wurden, haben wir uns für die Veröffentlichung dieses Beitrags entschieden.
Er soll keinesfalls eine Hilfe für illegale Aktivitäten darstellen, sondern ganz im Gegenteil zeigen, wie man solche Geräte finden kann!

Geräte

Minikameras

Vor allem versteckte Kameras erfreuen sich großer Beliebtheit. Zumindest bei denen, die sie einsetzen! Die Geräte zeichnen direkt auf eine Speicherkarte auf oder übertragen das Bild per Funk.

Getarnte Kameras

Um unauffällig Aufnahmen anfertigen zu können, werden auch getarnte Kameras eingesetzt. Diesen ist nur bei sehr genauer Betrachtung anzusehen, dass es kein normales Gerät ist.

Getarnte Mikrofone

Für die reine Sprachaufnahme gibt es ebenfalls entsprechende Geräte zu kaufen.

GPS Tracker

Diese Geräte empfangen das Signal von GPS Satelliten und schicken die Koordinaten per Mobilfunk, also über eine Simkarte, an ein Empfangsgerät weiter.
Damit lässt sich der Standort von Personen, Geräten und Fahrzeugen bis auf wenige Meter genau bestimmen.

Software

Wer seine Umgebung freiwillig verwanzt, darf sich über abgehörte Gespräche nicht wundern. Von entsprechenden Geräten wie z.B. smarten Lautsprechern raten wir daher generell ab. Aber es geht leider noch viel einfacher.

Handys und Computer lassen sich mit der entsprechenden Software in Wanzen verwandeln. Und vom Besitzer auch noch brav regelmäßig mit Internetanbindung und Strom versorgt. Darum sollte man seine Geräte regelmäßig auf Schadsoftware scannen und nur aus der Hand geben, wenn es unbedingt nötig ist.

Außerdem kann es nicht schaden, externe Kameras und Mikrofone nur anzustecken, wenn man sie benötigt.

Geräte aufspüren

Detektor

Um Wanzen aufzuspüren, setzt man am besten einen Frequenz Scanner ein.

Wir haben uns für ein Gerät entschieden, dass einen großen Frequenzbereich von 1MHz – 8000MHz abdeckt.

Damit lassen sich auch häufig benutzte Kameras entdecken, die auf 1,2 bzw. 2,4GH senden. Und ebenfalls Handysignale (2G, 3G, 4G).

Das Gerät ist sehr nützlich, man muss aber auch wissen, wie man damit umzugehen hat. Nur so kann man ein korrektes Ergebnis erwarten und versteckte Geräte sicher aufspüren.

Fahrzeuge

Um Störungen und Fehlanzeigen zu vermeiden, stellt man sein Fahrzeug am besten an einem abgelegenen Parkplatz, fernab von Gebäuden und anderen Autos, ab.

Überwachungsgeräte die über eine eigene Stromversorgung verfügen, werden auch bei abgestellten Fahrzeug zu finden sein. Geräte die am Bordnetz hängen, werden nur gefunden, wenn die Zündung aktiviert ist.

Achtung:

  • Zusätzlich installierte Geräte wie z.B. Marderschreck, die auch bei ausgeschalteter Zündung aktiviert bleiben, können Störungen verursachen.
  • Moderne Fahrzeuge verfügen teilweise bereits über verbaute Simkarten über die Daten übertragen werden. Dies war z.B. bei unserem Nissan E-NV der Fall. Dies sollte man vor der Suche von der Werkstatt deaktivieren lassen!
  • Auto-Funkfernbedienungen die durchgehend senden (Keyless Go) sowie eigene Geräte (Handy, Bluetooth-Freisprecheinrichtung usw.) unbedingt vom Fahrzeug fernhalten.
  • GPS-Tracker schicken die Daten in einem eingestellten Intervall. Das Gerät wird also regelmäßig für eine kurze Zeit senden und dazwischen kaum zu finden sein.

Häuser

Man arbeitet sich Raum für Raum vor. Dazu werden am besten alle Geräte im Raum die per Funk kommunizieren, vom Strom getrennt. Das gilt auch für Geräte die direkt an den Raum angrenzen.

Wird ein Signal entdeckt, stellt man die Empfindlichkeit Schritt für Schritt geringer ein und nähert sich so kontinuierlich der Signalquelle. Das erfordert ein bisschen Übung, aber vor allem Geduld.

Abhörgeräte wurden schon an den unmöglichsten Orten gefunden. Versteckt in Küchengeräten, hinter Fliesen und sogar in Schuhen.
Nur da wo Hollywood es so oft zeigt, nämlich in Lampenschirmen und hinter Bilderrahmen werden sie eher nicht versteckt.

Wohnungen

Im Prinzip geht man in Wohnungen genau so vor, wie im eigenen Haus. Jedoch muss man speziell an Zwischenwänden zu anderen Wohnungen, mit Störungen bzw. „falschen“ Erkennungen rechnen. Ein Wlan-Router den der Nachbar am Regal an der Wand stehen hat, eine Funk-Türklingel usw. würden erkannt werden.

Hier hilft nur, die Empfindlichkeit des Frequenz-Scanners Schritt für Schritt zu reduzieren oder sich vom Nachbarn auf einen Kaffee einladen zu lassen um zu schauen, wo er seine Geräte aufgestellt hat.

Einschränkungen

So schön es auch wäre, alle Abhörgeräte kann man leider nicht aufspüren. Es gibt Einschränkungen und Tricks, durch die das finden von Geräten mit einem Detektor unmöglich wird.

  • Geräte die nicht senden, also Aufnahmen intern speichern, können nicht aufgespürt werden.
  • Wanzen die in Geräten verbaut sind, die selbst Signale aussenden (z.B. Wlan-Router) lassen sich nur schwer erkennen. Oft muss hierfür das Gerät von einem Experten zerlegt werden.
  • Kabelgebundene Geräte lassen sich über einen Frequenz-Detektor ebenfalls nicht aufspüren.
  • GPS-Tracker senden die Daten in eingestellten Intervallen und sind nur während dieser kurzen Zeit entdeckbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Ich akzeptiere die Datenschutzbedingungen.