Ja, das Corona Virus ist ein Problem. Eines, zu dem die Bevölkerung auch selbst beiträgt. Es ist erschreckend, wie leichtfertig… nein dumm, viele Personen handeln.

Aber auch Politik und Handel haben ein Stück weit versagt. Hier unser Situationsbericht aus Oberösterreich:

Wie alles begann…

Es klingt wie aus einem Film, ist aber Realität. Erst war diese neue Lungenkrankheit weit weg. Ein paar Erkrankte in China, was geht uns das schon an? Zunehmend gab es Berichte darüber, aber alles spielte sich örtlich recht begrenzt ab.
Doch schnell wurden es mehr und mehr Fälle in China und dann hatten wir auch schon den ersten Fall in Europa. Kurz darauf auch in Österreich.

Unsere Politik hat die Entwicklung verschlafen oder wollte vielleicht einfach nur das Wahlvolk nicht beunruhigen. Schutzmasken und Handschuhe hat man freigiebig nach China geschickt. Jetzt könnten wir sie gut brauchen!

Jetzt, nur ein paar Wochen später, ist die Situation eine ganz andere. Österreich hat 800 Krankheitsfälle und 2 Tote! Die Politik hat weitreichende Einschränkungen veranlasst und viele Menschen haben Hamsterkäufe getätigt.

Anfangs war es manchmal schwierig, Reis und Nudeln zu bekommen. Kaum hatte eine Lieferung das Lager verlassen, stürzten sich die Kunden auch schon darauf. Doch leere Regale gab es vorerst noch nicht.

In den letzten Tagen wurden die Regale zunehmend leerer. Nicht nur Grundnahrungsmittel, auch Seife, Klopapier und sogar Grillkohle wurde gekauft als gäbe es nie wieder etwas zu kaufen.

Alle hatten es aber noch lange nicht verstanden, dass wir es mit einer Krankheit zu tun haben, die eben nicht mit der Grippe vergleichbar ist.
Die lieben Kunden betatschten weiterhin das Gebäck ohne Handschuhe, niesten auf Obst und Gemüse und hielten sich beim Husten die Hand vor. Die gleiche Hand, mit der sie nur Minuten später der Kassiererin den Geldschein überreichten…

Spätestens als die Regierung veranlasste, dass Lokale nur noch eingeschränkt offen halten durften, viele Geschäfte komplett geschlossen wurden und es Gerüchte über Ausgangssperren gab, machten sich auch die Menschen Sorgen, die zuvor alles für übertrieben und sinnlos hielten.

Hier und jetzt

Wir haben heute den 15.03.2020 und unser Leben hat sich in nur wenigen Tagen stark verändert. Hier ein paar der Dinge, die nun für uns gelten:

  • Restaurants, Bars usw. dürfen nicht mehr öffnen
  • Die meisten Geschäfte sind bereits geschlossen, es gibt nur wenige Ausnahmen
  • Das Haus dürfen wir nur noch in dringenden Fällen verlassen
  • Das Versammlungsrecht ist aufgehoben

Auch für meine Familie hat das ganz konkrete Auswirkungen. Meine Lebensgefährtinnen – beide so wie auch ich, aktuell an der Grippe erkrankt – wurden von ihren Arbeitgebern informiert, dass ihre Arbeitsstätte für mind. 1 Woche geschlossen ist.
Karin hätte somit frei, Sophie sollte 1 Tag arbeiten. Sofern sie bis dahin wieder gesund sind. Ob die Zeit zu Hause bezahlt wird, vom vorhandenen Urlaub abgezogen wird oder es eine anderweitige Lösung gibt, ist noch unklar.

Meine Dienstleistungsfirma verzeichnet erwartungsgemäß, stark sinkende Aufträge. Wer kann, vermeidet den Kontakt zu fremden Menschen. Da holt man sich niemanden ins Haus…
Aber auch Firmen vergeben weniger Aufträge. Sie haben großteils starke Umsatzeinbußen und wissen nicht wie es weitergeht. Somit halten sie das Geld zusammen. Absolut verständlich, für eine kleine Firma wie meine, jedoch Existenzbedrohend, wenn es länger andauert.

Noch ist bei uns alles in Ordnung. Lebensmittel und Hundefutter haben wir bei Zeiten eingelagert. Etwas Notenergie, Funkgeräte und volle Wasserkanister für den Fall der Fälle, haben wir auch.

Die Zeit zu Hause nutzen wir zum Gesund werden und ausrasten. Es bringt ja nichts, sich verrückt zu machen oder gar in Panik zu verfallen. Auch diese Krise wird ein Ende finden!

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