In Österreich gibt es seit 16. März 2020 zahlreiche Beschränkungen. Diese sollen helfen, die Ausbreitung des Corona Virus zumindest zu verlangsamen. Quasi alle Bereiche des Lebens sind betroffen. Natürlich hat sich auch unser eigener Alltag gewaltig verändert.

Es sind Bilder, die man aus Österreich so nicht kennt. Nach den ersten Tagen, in denen wir oft das Gefühl hatten, die Menschen verstehen den Ernst der Lage nicht, ist nun eine gespenstische Ruhe eingekehrt.

Die meisten Geschäfte sind zumindest bis 13. April 2020 geschlossen. Auf den Parkplätzen der bekannten Billigshop und Textil-Discounter herrscht genau so gähnende Leere, wie vor Baumärkten und Restaurants. Spielplätze sind abgesperrt, der öffentliche Regionalverkehr ist eingeschränkt. Die wenigen Busse die wir sehen, sind fast leer. Die Ausgangsbeschränkungen zeigen (endlich) ihre Wirkung.

Schulen und Kindergärten sind sozusagen im Notbetrieb. Es gibt keinen Unterricht mehr. Nur wer aus beruflichen Gründen unbedingt seine Kinder hinbringen muss, darf das noch. Auch auf den Straßen sieht man nur sehr selten Kinder herumlaufen.

Öffentliche Veranstaltungen wurden abgesagt, Museen und Theater geschlossen. Sport- und Freizeiteinrichtungen sind ebenso gesperrt. Auch Gottesdienste gibt es aktuell keine. Altstoffsammelzentren sind natürlich auch geschlossen, die Müllabfuhr und alle anderen wichtigen Ver- und Entsorgungsservices funktionieren bisher aber problemlos.

Das Leben all jener, die nicht unbedingt in die Arbeit müssen, spielt sich nun also in den eigenen vier Wänden ab. Und das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Denn die Fallzahlen in Österreich und der restlichen EU steigen minütlich.
Es heißt nun also, die Zeit über die Runden zu bringen, ohne Lagerkoller zu bekommen oder sich gar gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn die meisten von uns sind es nun mal nicht gewohnt, den ganzen Tag in der Wohnung zu verbringen. Geschweige denn, es zu müssen.

Wobei hier nicht unerwähnt bleiben soll, dass man durchaus spazieren oder einkaufen gehen darf. Lebensmittelhändler und Drogerien haben nach wie vor geöffnet. Es stellt sich halt die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, während einer Epidemie, Orte aufzusuchen, an denen man sich selbst infizieren könnte. Alleine schon weil es Personen gibt, die selbst keine Symptome zeigen, aber das Virus weiterverbreiten. Aber auch, weil man damit die Angestellten eventuell gefährdet. Da ist ein Spaziergang im Wald sicher die bessere Alternative, sofern man nicht dringende Besorgungen zu erledigen hat!

Auch unser eigener Alltag hat sich gewaltig verändert. Wir halten uns – wenn wir nicht gerade arbeiten – sehr gerne im Freien auf. Aktuell beschränkt sich unser Bewegungsradius auf eine 90m² Wohnung und einen 3m² kleinen Balkon. Das ist für 3 Personen und 2 Hunde nicht gerade die große Freiheit.

Zwar gibt es am Balkon immer etwas zu tun und die Computerarbeit wird auch nicht weniger. Aber alleine zu wissen, dass man zu Hause bleiben soll, erzeugt ein eigenartiges Gefühl.
Andererseits gehen wir auch nicht gerne einkaufen. Man weiß ja nicht, ob man nicht auch das Virus mit nach Hause nimmt.

Also machen wir das beste aus der Situation. Lenken uns mit viel Musik ab und schränken die sozialen Kontakte auf Telefonate und Chats ein. Irgendwie ist es auch eine gewisse Auszeit vom ansonsten sehr hektischen Alltag.
Wir vergessen dabei aber auch nicht, dass es Menschen gibt, die weiterhin jeden Tag in die Arbeit gehen um alles am laufen zu halten. Und diesen Menschen gebührt unser aufrichtiger Dank!

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