Einbrecher angeschossen – Verurteilt

Ein 67jähriger Hausbesitzer der im Februar 2019 einen Einbrecher anschoss, wurde heute verurteilt. Neben 8 Monaten bedingter Haft, fasst er auch eine Geldstrafe von 3.600 Euro aus. Und muss dem Einbrecher 2.100 Euro Schmerzensgeld zahlen!

Im Internet wird das Urteil nun heftig diskutiert. Notwehr oder nicht? Gerechtfertigt oder unnötig?

Ungebetenen Besuch von 2 Einbrechern hatte ein Mann aus St. Valentin (Niederösterreich) am 18. Februar 2019 erhalten.

Als er die beiden bemerkte, griff er zur Waffe und schoss auf sie. Ein 47jähriger Kroate wurde dabei am Oberschenkel getroffen. Die Pistole hatte der Hausbesitzer illegal besessen.

Ausschlaggebend für die Verurteilung war neben dem illegalen Waffenbesitz, dass der Mann den Einbrecher nicht während der Tat sondern bei der Flucht angeschossen hatte.
Der kroatische Einbrecher wurde übrigens zu 40 Monaten Haft verurteilt.

Im Internet wird das Urteil – und hier vor allem das Schmerzensgeld für den Einbrecher – hart diskutiert und kritisiert. Viele meinen, der Einbrecher wäre selber Schuld und man müsse sich verteidigen dürfen. Andere geben zu Bedenken, dass der Täter bereits auf der Flucht war.

Anmerkung

Da dies in vielen Berichten falsch dargestellt wird, hier eine kurze Anmerkung. Für den Besitz einer Pistole ist kein Waffenpass notwendig, es reicht die Waffenbesitzkarte.

Unsere Meinung

Da wir weder persönlich dabei waren, noch Videoaufnahmen existieren, können wir nicht beurteilen, ob die Verurteilung wegen Körperverletzung gerechtfertigt ist. Es stellt sich die Frage, wie sich die Situation genau dargestellt hat.

Auf einen Flüchtenden zu schießen, der selbst keine aggressiven Handlungen setzt, rechtfertigt unserer Meinung nach sehr wohl eine Verurteilung. Der illegale Waffenbesitz sowieso.
Das Schmerzensgeld ist jedoch – wenn auch rechtlich vermutlich korrekt – ein komplett falsches Signal! Wer illegale Handlungen setzt, darf dafür nicht auch noch belohnt werden.

Auch würden wir uns bei einem Einbruch bzw. Angriff, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Ich akzeptiere die Datenschutzbedingungen.