Ein Open World – Survival-Shooter mit riesiger, offener Karte. Man kann alleine oder mit mehreren anderen Gamern zusammen spielen. Vor allem aber, es ist kein übliches Zombie Gemetzel. In diesem Spiel kämpft man gegen Maschinen bzw. Roboter aller Art.

Es klang einfach zu gut und bei einem Kaufpreis von knapp 25 Euro schien uns nicht viel verloren. Und tatsächlich waren wir von Generation Zero total begeistert! Für ca. 1 Stunde…

  • Veröffentlichung: März 2019
  • Plattform: PC
  • Entwickler: Avalanche
  • Publisher: Avalanche
  • Erhältlich bei: Steam

Spoiler Info: Wir versuchen, möglichst wenig zu verraten, kleine Spoiler bleiben jedoch leider nicht aus.

Seit dem Kauf haben wir mehr als 70 Stunden Spielzeit hinter uns gebracht. Und der Frustlevel steigt von Minute zu Minute! Und ja, mittlerweile hassen wir dieses Spiel wie kein anderes. Denn einerseits hat es sehr viel Potential, andererseits ist es allerdings grottenschlecht umgesetzt. Es strotzt vor Fehlern, Problemen und miserabler Bedienung.
Aber der Reihe nach:

Positives

Man kauft einen atmosphärischen Shooter mit toller Grafik und Musik. Die Karte ist wirklich riesig und bietet viele interessante Orte zu entdecken. Von der kleinen Holzhütte über Einfamilienhäuser bis hin zu Fabriken und Militäranlagen. Dazu gibt es noch jede Menge Bunker und versteckte Anlagen.

Selbst auf unserem etwas älteren Gaming-Notebook mit einer NVIDIA GeForce GTX 970M Grafikkarte, läuft das Spiel flüssig. Nur an einer Stelle wurden wir von etwa 30 Robotern gleichzeitig angegriffen, da ging die Bildrate spürbar nach unten.

Man bekommt nicht einfach eine Waffe und eine einzige Art von Munition, sondern muss sich wirklich Gedanken machen. Für die Waffen gibt es verschiedenes Zubehör. Schalldämpfer, größere Magazine, Visiere findet man mit der Zeit. Auch gibt es verschiedene Arten von Munition. Da das Inventar stark begrenzt ist, muss man sich Gedanken machen, was man mit nimmt oder eben liegen lässt.

Eine an sich sehr gute Funktion ist das automatische Speichern. Dazu muss man nicht, wie in anderen Spielen, einen bestimmten Punkt erreichen. Das Spiel speichert den Fortschritt kontinuierlich! Es reicht, etwas aufzuheben, nachzuladen oder oder oder… alles wird sofort gespeichert. Gäbe es nicht die weiter unten genannten Bugs, wären wir sehr glücklich damit. Doch da man keine manuellen Spielstände anlegen und laden kann, wirken sich Bugs im Spiel enorm aus.

Negatives

Was in Fallout 76 bereits bemängelt wurde, trifft auch in Generation Zero zu. Die Welt wirkt und ist leer, da es keine NPCs gibt. Alle Personen die wir finden, sind bereits tot. Die Story wird über Audioaufzeichnungen und gefundene Notizen erzählt. Das ist ausreichend aber nicht aufregend und natürlich auch Geschmackssache.

Verstärkt wird das Gefühl der absoluten Leere durch die immer gleichen Strukturen und Gebäude. Eine Hütte gleicht der anderen, ein Haus sieht aus wie das andere. Leider trifft das auch auf die Einrichtung zu. Nach kurzer Zeit kennt man die Häuser und deren Raumaufteilung quasi auswendig. Es gibt nur geringe Variationen, alles wirkt lieblos und der Designer scheint bei der Firma „Copy & Paste“ gelernt zu haben. Dazu kommt, dass viele Gebäude fake sind, also nicht betreten werden können.

So lieblos, um nicht zu sagen Spielerunfreundlich, wie die Gebäude, wurde auch das Inventarsystem konstruiert.
Beispiele:
1. Eine Waffe benötigt im Spielerinventar 2 Plätze, egal welches Zubehör angebracht ist. In der Lagerkiste benötigt die Waffe selbst 2 Plätze und jedes Zubehörteil einen eigenen Platz. Egal ob an der Waffe montiert oder nicht. Da man nur 100 Plätze zur Verfügung hat und eine einzige Waffe mit Zubehör bereits bis zu 5 Plätze belegt, ist man ständig am aussortieren.

2. Das Stapelverhalten ist unter aller Sau. Hat man 10 Stück Muniton (120x stabelbar) im Inventar und 110 Stück in der Lagerkiste und kommt nun auf die Idee, die 10 Stück in die Kiste zu legen, wird die Munition nicht zusammengelegt. Stattdessen wird ein eigener Lagerplatz begonnen. Legt man aber die 110 Stück Munition in das Spielerinventar, wird sie korrekt auf die 10 Stück gestapelt…

Auch bei den Skills gibt es unserer Meinung nach einige Kritikpunkte.
Seine Fähigkeitspunkte nicht neu vergeben zu können, ist an sich kein so großes Drama. Wird es aber, wenn man beim Skill verar…. ähh belogen wird!
So sollen wir mit einer Fähigkeit Roboter Hacken können um sie so auf andere Roboter zu hetzen. Was man erst erfährt, wenn der Fähigkeitspunkt vergeben ist: Es gibt nur eine gewisse Hack-Chance von 10-40% je nach Gegnertyp. Und man hat eine Abklingzeit von 60 Sekunden. Und selbst die angegebene Chance ist nicht korrekt!
Bei Gegnern mit angeblichen 40% Chance auf einen erfolgreichen Hack, haben wir es etwa 25x versucht. Nur 2x hat es „geklappt“. Doch 1x wurde der Gegner zwar gehackt, aber griff keine anderen Roboter an sondern blieb nur doof stehen. Ein einziges Mal hat der Roboter tatsächlich seine Kumpels angegriffen.

Weitere negative Punkte sind:

  • Man kann nicht schwimmen – in einem Spiel von 2019…
  • Viele Grafikfehler (flackern, fehlende Texturen usw.)
  • Die KI hat oft Aussetzer, die Gegner stehen nur herum
  • Klare Treffer werden oft nicht gezählt

Bugs

Kleinere Fehler aller Art findet man in fast jedem Spiel, man lernt damit zu leben. In Generation Zero sind das Beispielsweise:

  • Türen bewegen sich durch andere Gegenstände, Möbel usw.
  • Gegner schießen durch Wände, Türen usw. (selbst kann man das nicht)
  • Gegner stecken im Boden, in Wänden, Brücken und Türen fest
  • Gegner verschwinden bevor man sie plündern kann
  • Kisten und Rucksäcke sind teils unerreichbar positioniert

Mit Abstand der schlimmste Bug betrifft die Missionen. 2 Hauptmissionen können wir aufgrund von Bugs nicht abschließen! In einer Mission sollen wir 7 Lager zerstören. Es kommt die Meldung 7 von 7 zerstört, dann geht es aber nicht weiter. Die Quest wird nicht abgeschlossen, man bekommt auch keine Erfahrungspunkte dafür.

Die 2. Hauptmission ist ein noch größeres Problem, da hier die Questreihe unterbrochen wird und man nichts dagegen unternehmen kann. Folgendes ist passiert:
Wir müssen in einem Raum einen Schalter drücken. Auf dem Weg zum Schalter finden wir eine Notiz, welche wir aufheben. Nachdem wir nun den Schalter gedrückt haben, sollen wir im Raum nach weiteren Informationen suchen. Dazu werden wir an genau die Stelle geschickt, wo die Notiz lag. Das wir diese bereits aufgehoben haben, kapiert das Spiel jedoch nicht. So ist auch diese Aufgabe nicht mehr abschließbar. Und somit endet unsere Questreihe mitten im Spiel,wie die Story weitergeht müssen wir uns auf Youtube ansehen. Viel frustrierender geht es kaum!

Fazit

Der Entwickler Avalanche verschenkt mit Generation Zero eine große Chance. Das Spiel hätte durchaus das Potential, ein richtig guter Shooter zu sein.

Es scheitert jedoch an der lieblosen Gestaltung der Spielwelt und vor allem an unzähligen Bugs. Knapp 9 Monate nach Veröffentlichung sind noch immer Fehler vorhanden, die es unmöglich machen, die Story zu beenden.

Anstatt Erweiterungen auf den Markt zu schmeißen – die übrigens ebenfalls viele Bugs aufweisen – sollte sich der Entwickler auf die Fehlerbehebung konzentrieren!

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