Nun ist es also auch in Wien passiert. Ein Terrorist tötet 4 Personen und verletzt viele weitere. In der heutigen Zeit sind derartige Nachrichten leider gar nicht so selten. Echten Seltenheitswert hat aber die absolute Stümperhaftigkeit unserer Behörden. Sie hätten den Anschlag verhindern können!

Am 02. November 2020 richtet ein 20jähriger in der Wiener Innenstadt mit Sturmgewehr, Pistole und Machete ein Blutbad an. Obwohl er schon nach 9 Minuten ausgeschaltet werden kann, sind 4 Tote und 22 Verletzte zu beklagen. Auch der Täter stirbt, wird von einem Beamten der WEGA erschossen.
Inzwischen hat die Terror-Miliz „IS“ (Islamischer Staat) den Anschlag für sich reklamiert.

Der Täter

Anfangs stellte man Kujtim F. als jungen, unauffälligen Mann dar. Er hatte neben der österreichischen auch die nordmazedonische Staatsbürgerschaft, ist in Wien geboren und aufgewachsen und spielte gerne Fussball. Doch der Sohn eines Gärtners war bereits vor Jahren auffällig und höchst gefährlich.

  • Im September 2018 versuchte er, sich dem IS in Syrien anzuschließen. Auf dem Weg dorthin wird er jedoch von den türkischen Behörden abgefangen. Diese nahmen ihn in Haft und schickten Kujtim F. zurück nach Österreich.
  • Im April 2019 wurde der Täter in Österreich, als IS-Sympathisant, zu einer Haftstrafe von 22 Monaten verurteilt. Beim Prozess spielte er den geläuterten jungen Buben. Dem IS schwor er angeblich ab, zeigte angebliche Einsicht und kam dadurch mit einer geringen Strafe davon. 22 Monate für jemanden der bereit war, sich einer Terrororganisation anzuschließen um Menschen zu ermorden.
  • Bereits im Dezember 2019 war Kujtim F. wieder auf freiem Fuß! Vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen, aber kein bisschen ungefährlicher als zuvor. Ganz im Gegenteil, er konnte die Justiz perfekt täuschen!
  • Am 02. November 2020 dann das Attentat, dass ganz Österreich erschüttert hat.

Das Versagen

Man wird es niemals schaffen, Terror, oder ganz generell Straftaten, zu verhindern. Weder gibt es dafür die notwendige Technik, noch die finanziellen Mittel und schon gar nicht, ausreichend Personal. Außerdem kann man nicht in Menschen hineinschauen, wie es so schön heißt. Doch in diesem konkreten Fall sind viele Fehler passiert. Fehler, die Menschenleben gekostet haben und nun aufgearbeitet werden müssen!

  • Bereits bei der Verurteilung im April 2019 hätte auffallen müssen, wie perfekt die Antworten des Verdächtigen waren. Ein Gerichts-Protokoll das in den Medien veröffentlicht wurde, zeigt dies deutlich auf. Der Verdacht, dass der Angeklagte perfekt auf den Prozess vorbereitet wurde, liegt wohl nahe.
  • Die generell schon sehr milde Haftstrafe wurde nach wenigen Monaten zur Bewährung ausgesetzt. Der Täter kam also unter Auflagen vorzeitig auf freien Fuß. Auch wenn das natürlich nun niemanden etwas hilft muss man sagen: Die Tat hätte nicht geschehen können, wenn Kujtim F. die Haftstrafe komplett verbüßen hätte müssen.
  • Der Täter war in 2 Moscheen aktiv. Konnte man seine Radikalisierung dort nicht sehen oder wurde sie dort sogar gestärkt? Beide Einrichtungen sind nun geschlossen. Leider viel zu spät für die Opfer!
  • Im Sommer 2020 versuchte Kujtim F. Munition in der Slowakei zu kaufen. Da er das dafür notwendige waffenrechtliche Dokument jedoch nicht besaß, blieb es beim Versuch. Die slowakischen Behörden sollen daraufhin die österreichischen Behörden informiert haben. Das Justizministerium bestritt anfangs, gewarnt worden zu sein.
    Mittlerweile ist klar, die österreichischen Behörden, konkret der Verfassungsschutz, wurden doch informiert. Es hat nur offensichtlich keine Konsequenzen gegeben. Und das bei einem Mann, der nur auf Bewährung frei herumlaufen durfte! Nun soll geklärt werden, was mit den Informationen passierte.
  • Laut „Falter“ erhielt das BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) am 16.10.2020 die Mitteilung, dass es sich bei dem Mann der die Munition kaufen wollte, definitiv um Kujtim F. gehandelt hat. Wieder passiert nichts. Auch das sich Kujtim F. mit Dschihadisten trifft, reicht nicht, um aktiv zu werden.

Die Konsequenzen

Wie so oft in Österreich, bisher gibt es fast nur heiße Luft. Innenminister Karl Nehammer kritisiert die Justiz, Bundeskanzler Sebastian Kurz schließt sich an.
Der ehemalige Strafverteidiger von Kujtim F. meint, der Mann hätte alle perfekt getäuscht, niemand hätte wissen können, dass er so gefährlich ist.
Ein paar Moscheen schließen und Hausdurchsuchen durchführen hätte man schon die längste Zeit machen können. Lange bevor der Terroranschlag durchgeführt wurde.

Noch ist vieles unklar. Z.B. woher der Attentäter seine Waffen hatte. Einige seiner Kontakte konnten ausgeforscht und erste Verhaftungen vorgenommen werden. Allerdings ist auch hier noch völlig unklar, ob es überhaupt zu Anklagen und Verurteilungen kommen wird.

Es bleibt zu hoffen, dass unsere Politik nun doch noch die Augen öffnet und spät aber doch, die allzu sichtbaren Probleme in Angriff nimmt. Wer sich einer Terrororganisation anschließen möchte, hat nichts in Österreich verloren! Gleichzeit müssen anständige Menschen jeglicher Herkunft und Religion, vor Hass und Gewalt geschützt werden.

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