Man kauft sich einen 3D Drucker, besorgt sich schnell irgendwelche illegalen Pläne aus dem Internet und schon druckt man sich seine eigene Waffe aus. Diese ist durch Metalldetektoren nicht aufzuspüren und somit optimal für illegale Zwecke einzusetzen.

So einfach ist es, wenn man den Berichten auf einigen Nachrichtenseiten glaubt.
Aber ist das wirklich so?

3D Drucker

Tatsächlich bekommt man mittlerweile durchaus leistbare 3D Drucker zu kaufen. Und auch die Druckergebnisse sind brauchbar.

Durch die Berichte bekommt man jedoch den Eindruck, die Waffe käme fertig aus dem Drucker. Dem ist nicht so!
Die einzelnen Teile herzustellen dauert seine Zeit und eine Nachbearbeitung ist erforderlich. Sofern der Ausdruck überhaupt klappt, denn mit bestimmten Formen haben herkömmliche 3D Drucker ihre liebe Not. So vor allem mit Überhängen.

Bild: Christian Reil (Pixabay)

Fälle

In den allermeisten bekannten Fällen mit Schussverletzungen, werden illegale Schusswaffen eingesetzt. Jedoch keine selbst gedruckten!

Der aktuellste Fall, ist der Anschlag in Deutschland im Oktober 2019. Der Attentäter von Halle setzte wohl Waffen ein, die unter anderem Teile aus einem 3D-Drucker enthalten haben sollen. N-TV titelte sogar “ Tödliche Gefahr aus 3D-Drucker “ .

Fakt ist, in den Wohnräumen des Täters wurde ein entsprechender Drucker gefunden. Alleine damit lässt sich aber keine derartige Waffe herstellen, wie verwendet wurde.

Kosten

Der Drucker selbst kostet etwa 1.000 EUR. Zwar gibt es auch deutlich günstigere Modelle, die Druckergebnisse sind dann aber häufig dem entsprechend.

Dazu kommen natürlich die Materialkosten. Einen gefüllten Würfel mit je 1cm Seitenlänge zu drucken, kostet je nach Material 0,50 bis 1,00 Euro.
Rechnet man Stromkosten und Material für Versuche und Fehlschläge dazu, kommt schnell eine hübsche Summe zusammen.

Pläne

Zuerst einmal muss man überhaupt entsprechende Pläne im Internet finden.
Und dann sollte man ein Waffenprofi sein! Denn ansonsten hat man keine Möglichkeit zu überprüfen, ob die Pläne auch echt sind.

Laut Berichten kursieren im Internet, absichtlich manipulierte Waffenpläne. Die Pläne wurden so verändert, dass die gedruckten Waffen nicht funktionieren.

Munition

Auch wenn man es schaffen würde, eine Waffe zu drucken, es fehlt natürlich immer noch die Munition. Und die kann man natürlich nicht mal eben beim nächsten Händler kaufen. Denn für den Kauf von z.B. Pistolenmunition, ist ein waffenrechtliches Dokument notwendig.

Früher war es in Österreich übrigens möglich, Wiederladeausrüstung und sämtliche Munitionsbestandteile, einfach so beim Waffenhändler zu kaufen. Dies wurde zum Glück mittlerweile geändert! Für den Kauf bestimmter Bestandteile, ist die Vorlage eines Ausweises nötig.

Gefahren

Eine solche Waffe selbst herzustellen ist nicht nur illegal. Die Benutzung ist auch höchst gefährlich! Niemand kann sagen, ob die Waffe der Belastung bei der Schussabgabe stand hält, und wenn ja, wie lange.

Je nach Bauart und Kaliber, kann eine Fehlfunktion schwere bis tödliche Verletzungen zur Folge haben!

Fazit

Glücklicherweise ist es nicht so einfach, eine funktionsfähige Waffe selber zu drucken, wie es oft dargestellt wird. Jedoch sehen auch wir eine gewisse Gefahr.

Sowohl die 3D-Drucker als auch die Filamente werden immer hochwertiger und leistbarer. Mittlerweile ist sogar Filament mit bis zu 40% Aluminiumanteil erhältlich.
Und die Preise für Geräte die Metall drucken können, sinken jährlich.

Amazon Affiliate Links:

Survivalplan unterstützen: Amazon Affiliate Link *

*Bitte nutze unseren Partner Link, wenn du auf Amazon einkaufst. Ganz egal wie viel oder was du bestellst. Dir entstehen keine zusätzlichen Kosten, wir bekommen jedoch ein kleine Werbekostenvergütung. Wir sehen nicht, wer was bestellt! Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Ich akzeptiere die Datenschutzbedingungen.