Zivildiener müssen folgende Erklärung abgeben:

Ich erkläre hiermit ausdrücklich, dass ich die Wehrpflicht nicht erfüllen kann, weil ich es von den Fällen der persönlichen Notwehr oder Nothilfe abgesehen aus Gewissensgründen ablehne, Waffengewalt gegen Menschen anzuwenden und daher bei der Leistung des Wehrdienstes in Gewissensnot geraten würde.
Ich will deshalb Zivildienst leisten.

In der Erklärung des Zivildienstantrags heißt es dann:

Mit Eintritt der Zivildienstpflicht ist Ihnen für die Dauer von 15 Jahren der Erwerb und Besitz von verbotenen Waffen, Kriegsmaterial und genehmigungspflichtigen Schusswaffen sowie das Führen von Schusswaffen untersagt. Für die Jagdaus-übung, für Angehörige traditioneller Schützenvereinigungen sowie für Sportschützen können jedoch auf Antrag (siehe www.zivildienst.gv.at) in begründeten Fällen Ausnahmen von diesem Waffenverbot erteilt werden. (§ 5 Abs. 5 ZDG).

Falschaussagen:

Immer wieder werden in Bezug auf Zivildienst und Waffenbesitz sowie WBK, eklatante Falschaussagen und Halbwahrheiten verbreitet. Mit einigen hiervon werden wir an dieser Stelle aufräumen!

Für ehemalige Zivildiener ist der Ablauf des Waffenverbots wichtig. Dieses dauert 15 Jahre und beginnt mit “Feststellung der Zivildienstpflicht”.
Oft bekommt man falsche Auskünfte wie z.B. das Waffenverbot beginnt mit Anfang oder Ende des Zivildienstes.

In meinem Fall war die Feststellung der Zivildienstpflicht 1998, zum Zivildienst angetreten bin ich jedoch erst 2000.
Wer seinen Bescheid nicht mehr aufliegen hat, kann diesen bei der Zivildienstservicestelle in Wien problemlos und gratis anfordern.

Wichtige Punkte:

• Zivildiener haben ein dauerhaftes Waffenverbot

Falsch! Vor der Zivildienstgesetz-Novelle 2010 bestand gegen Zivildiener generell ein 15jähriges Waffenverbot.
Seit der Novelle kann jedoch in begründeten Fällen von der zuständigen Sicherheitsdirektion eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden. Dadurch kann das Waffenverbot verkürzt/aufgehoben werden.
Ein dauerhaftes Waffenverbot hat es nie gegeben.

Zivildiener dürfen keine Waffen besitzen

Falsch! Das Verbot gilt nur für genehmigungspflichtige Waffen sowie das führen von Schusswaffen. Genehmigungsfreie Waffen wie z.B. Gewehre, Schrotflinten, CO2-Waffen, Luftdruckgewehre usw. sind hiervon nicht betroffen!

• Zivildiener können keine Polizisten werden

Falsch! Durch die Zivildienstgesetz-Novelle 2010 ist nun auch der Polizeidienst für Zivildiener möglich

Allgemeine Infos zur Waffenbesitzkarte findest du hier!

Amazon Affiliate Links:

Survivalplan unterstützen: Amazon Affiliate Link *

*Bitte nutze unseren Partner Link, wenn du auf Amazon einkaufst. Ganz egal wie viel oder was du bestellst. Dir entstehen keine zusätzlichen Kosten, wir bekommen jedoch ein kleine Werbekostenvergütung. Wir sehen nicht, wer was bestellt! Vielen Dank!

2 Antworten zu “WBK und Zivildiener

  1. Hallo,

    danke für die Hilfestellung! Doch leider habe ich das Problem, dass ich an einen Referenten gekommen bin , der mir nicht positiv gestimmt ist. ( 15 jährige würde leider erst in einem jahr enden)

    Habe den Kurs und das psychologische Gutachten positiv absolviert.

    Beim Referenten bei der Polizei
    Anfangs hat er gemeint dass ich ein Mitglied eines Schützenvereins sein muss.
    Habe ich ihm vorgelegt.
    Dann hat er gemeint ich müsse ein Jahr Mitglied sein – habe ich gemeint wie soll das gehen ?
    Als nächstes meinte der Referent: das ist kein nach Paragraph xxxx.

    Was ich aber widerlegen konnte.

    Dann hat er gemeint es müssen mindestens 3 Bewerbe geschossen werden und hierfür benötige ich eine Bestätigung von Obmann.

    Die Bewerbe bei dem Schützenverein wo ich bin sind alle 2 Monate

    Mein Gutachten ist aber nurmehr 5 1/2 Monate gültig. Und nochmal habe ich keine Lust 380 euro zu bezahlen

    Hat jemand eine Idee?

    1. Hallo Peppi!

      Ich sage es nicht gerne, aber rechtlich hast du leider keine Chance. So lange die Sperrfrist nicht abgelaufen ist, ist man den Referenten/Sachbearbeitern ausgeliefert. 🙁

      An deiner Stelle würde ich mir die Termine von den nächsten Bewerben schriftlich geben lassen und dann sehr freundlich nachfragen, ob er das Gutachten anerkennen würde, auch wenn es etwas über den 6 Monaten liegt, da es sich mit den Bewerben sonst nicht ausgeht. Der Zeitraum ist ja auch nicht gesetzlich festgelegt, er darf das Gutachten auch länger anerkennen (muss er aber nicht…).

      Ich würde mir auch jeden Besuch am Schießstand (Trainingseinheit) notieren oder noch besser, in ein Trainingsbuch eintragen und vom Verein bestätigen lassen. Hilft das alles nichts, könntest du noch versuchen, einen anderen Sachbearbeiter zu bekommen. Das allerdings verstehen viele als Gotteslästerung und kann dazu führen, dass der Kollege erst recht negativ eingestellt ist.

      Sorry das ich dir nichts positiveres schreiben kann, leider habe ich aktuell keine anderen Ideen.
      Lg Manfred [Survivalplan]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Ich akzeptiere die Datenschutzbedingungen.