Wenn Kunden betrügen

Mogelpackungen, gefakte Onlineshops und Produktfälschungen sind nur 3 Methoden, wie Kunden über den Tisch gezogen werden.

Oft genug sind es aber die Kunden, die betrügen und damit Händler schädigen. Den Schaden zahlen die ehrlichen Kunden über Preiserhöhungen. Und manche Kunden sind überaus kreativ!

Geld zurück

Etwas das immer wieder versucht wird ist, reduzierte Ware zum vollen Preis zurückzugeben. Dabei werden Produkte in Aktion, also zum reduzierten Preis, gekauft und später zurück gebracht. Das ist mit ein Grund, warum beim Umtausch fast immer ein Kassenbon verlangt wird.

Auch im Lebensmittelhandel gibt es so manchen Betrugsversuch dieser Art. Der Schinken – von dem bereits mind. die Hälfte gegessen wurde – wäre angeblich nicht gut gewesen, der teure Wein hätte korkig geschmeckt usw.

Teileklau

Ein Fall den wir selbst erlebt haben: Ein Kunde wollte für ein Produkt ein Zubehörteil, weil er dieses versehentlich beschädigt hatte. Leider gab es dieses Teil jedoch nicht einzeln zu kaufen, daher kaufte der Kunde das gesamte Produkt noch einmal.
Da er zuvor im Geschäft anrief um sicher zu sein, dass wir den Artikel auch lagernd haben, haben wir den Artikel gleich zur Seite gelegt und sicherheitshalber noch auf Vollständigkeit geprüft.

Etwa 1 Stunde nach dem Kauf brachte seine Frau den Artikel zurück, weil angeblich ein Teil fehlen sollte. Sie wirkte nervös und wollte auf keinen Fall ein neues Produkt sondern das Geld zurück. Rein zufällig fehlte genau das Teil, dass der Kunde zuvor kaufen wollte!
Als wir darauf hinwiesen, dass wir den Packungsinhalt überprüft hätten und der Bereich Videoüberwacht würde, stürmte sie mit hochrotem Kopf aus dem Geschäft…

Diebstahl

Den wohl größten jährlichen Schaden machen Warendiebstähle aus. Der Phantasie der Gauner sind dabei offensichtlich keine Grenzen gesetzt.
Produkte werden in Kartons anderer Waren versteckt oder gleich der gesamte Inhalt der Produktverpackung ausgetauscht. So kommt es schon mal vor, dass ein günstiger Artikel kassiert wird, die Schachtel allerdings voller kleiner (und teurer) Produkte steckt.

Zusätzlich eingenähte Taschen in Bekleidung, mit Alufolie abgeschirmte Handtaschen, Kinderwägen mit Geheimfächern… alles leider selber schon erlebt.
Auch beliebt, vor allem in kleinen Shops: Ein „Kunde“ lenkt die meist alleine arbeitenden Verkäufer ab, der andere steckt ein so viel er kann.

Die Liste könnten wir noch lange fortsetzen!

Betrug

Eine Unachtsamkeit und schon hat die neue – und natürlich teure – Smartwatch einen Kratzer. Dabei wurde sie doch gerade eben erst gekauft. Da kommt so mancher auf die Idee, sie zum Händler zurück zu bringen und zu behaupten, der Kratzer wäre schon vorhanden gewesen.

Das größte Problem an der Sache: Natürlich kann auch Neuware manchmal schon beschädigt beim Kunden ankommen. Doch Aufgrund vieler ungerechtfertigter Reklamationen, sind viele Händler skeptisch und als ehrlicher Kunde muss man oft lange diskutieren um sein Recht zu bekommen.

Es lohnt sich nicht

Ob Diebstahl oder Betrug, es lohnt sich nicht! Nicht nur, dass Händler solche Verluste in den Verkaufspreis einrechnen, die Strafen können empfindlich hoch ausfallen.
Auch ist es beruflich nicht gerade förderlich, wenn man eine Vorstrafe hat!

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